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Holz, ein Naturprodukt

 

Leben spendende Bäume

 

Birkenwald (Foto: Kährs)

Bäume spielen seit Jahrhunderten eine wichtige Rolle für den Menschen. Genau genommen würde es ohne sie vielleicht gar kein Leben auf der Erde geben. Die Luft, die wir atmen, verdanken wir der Fähigkeit der Bäume, Kohlendioxid aufzunehmen und Sauerstoff abzugeben. Bäume liefern uns Nahrung und Materialien, aus denen wir Werkzeuge herstellen und sogar Häuser bauen können.

Es gibt zwei Arten von Bäumen: Nadelbäume und Laubbäume. Die meisten Nadelbäume sind immergrün und treten vorwiegend in kälteren Klimazonen auf. Mit Ausnahme der Lärche behalten immergrüne Bäume ihre Blätter das ganze Jahr über. In gemäßigten und polaren Klimazonen verlieren Laubbäume ihre Blätter im Herbst, so dass sie im Winter Energie sparen. Dagegen verlieren in anderen Teilen der Welt, wie den tropischen, subtropischen und ariden Zonen, Laubbäume ihre Blätter je nach Niederschlagsschwankungen während der Trockenzeit oder anderer Perioden.

 

Die Dreieinigkeit der Bäume

 

Eichenstämme (Foto: Kährs)

Alle Bäume bestehen aus drei Teilen: den Wurzeln, dem Stamm und der Krone. Aufgabe der Wurzeln ist es, den Baum mit Wasser und Mineralstoffen aus dem Erdreich zu versorgen, Nährstoffe zu speichern und den Baum im Boden zu verankern. Die Krone besteht aus Ästen bzw. Zweigen, die Blätter oder Nadeln tragen. Aufgabe der Krone ist es, mithilfe der Blätter den “Stoffwechsel” der Bäume, die Fotosynthese, sicherzustellen. Dagegen ist es Aufgabe des Stamms, die Krone zu tragen und Wasser von den Wurzeln in die Krone zu transportieren. An einem heißen Sommertag kann bis zu einem Kubikmeter Wasser zur Krone transportiert werden. Der Stamm besteht aus Zellulose und Lignin, das ihn hart macht. Diese Härte und Beständigkeit, durch die es sich relativ leicht verarbeiten lässt, machen Holz zu einem nützlichen Material für Fußböden, Häuser, Werkzeuge, Spielzeuge, Möbel usw.

 

Mark und Jahresringe bestimmen das Aussehen

 

Eiche Hirnholzschnitt (Foto:Kährs)

Der äußere Teil des Stamms wird als Splintholz bezeichnet und ist in der Regel heller als das Kernholz. Es gibt jedoch Ausnahmen hierzu, wie beispielsweise die Fichte. Das Splintholz des Stamms enthält viel Flüssigkeit. Das Kernholz ist der Innenteil des Stamms und normalerweise dunkler als das Splintholz, da die Zellen dort Harze, Fette usw. enthalten. Birke und Buche haben kein ausgeprägtes Kernholz und werden deshalb als Splintholzbäume bezeichnet.

Das Kernholz besteht aus abgestorbenen Zellen und hat einen niedrigeren Feuchtigkeitsgehalt als das Splintholz. Ein Teil des Stamms ist das so genannte Mark. Das Mark fungiert als Nährstoffspeicher. Die Nährstoffe werden über die Zellen der so genannten Markstrahlen durch den Stamm zum Mark hin und vom Mark weg transportiert. Alle Holzarten haben Markstrahlen. Die Markstrahlen von Eiche und Esche sind deutlich sichtbar, bei Buche sind sie dagegen überhaupt nicht zu erkennen.

Im Frühjahr, wenn der Baum zu wachsen beginnt, wird das Frühholz gebildet. Seine großen, dünnwandigen Zellen schaffen die besten Wachstumsbedingungen für den Baum. Im Sommer wächst der Baum langsamer und bildet die kleineren, dickwandigen Zellen der tragenden Teile des Stamms. Dieser Prozess vollzieht sich in jeder Wachstumsperiode. Der Baum wird dadurch immer dicker und bildet neue Jahresringe. Die Breite dieser Jahresringe unterscheidet sich je nach Baumart und Wachstumsbedingungen. Laubbäume haben mehr Spätholz als Nadelbäume, so dass sie in der Regel eine höhere Dichte aufweisen.

 

Holz: ein ideales Material für Fußböden

 

Eiche sture, swedish founders

Holz ist ein ausgesprochen nützliches und vielseitiges Material. Es hat beispielsweise sehr gute thermische Eigenschaften. Bei älteren Gebäuden verwendete man Holz sogar zum Isolieren.

  • Holz ist anisotropisch, d. h. es hat je nach Richtung unterschiedliche Eigenschaften, z. B. bei der Feuchtigkeitsaufnahme und -abgabe.
  • Holz ist auch heterogen, d. h. unterschiedliche Teile des Holzes haben unterschiedliche Eigenschaften. Frühholz hat andere Eigenschaften als Spätholz und Astholz andere als Stammholz.
  • Holz ist hygroskopisch, d. h. es passt seinen Feuchtigkeitsgehalt der relativen Luftfeuchtigkeit der Umgebungsluft an.
  • Holz ist außerdem rheologisch, d. h. es kann unter Dauerbelastung seine Form verändern, und es kann im Laufe der Zeit seine Farbe verändern.

 

Holz dehnt sich aus und zieht sich zusammen, und zwar in alle Richtungen. Die anisotropischen und hygroskopischen Eigenschaften von Holz sind bei der Parkettherstellung am wichtigsten. Deshalb ist das patentierte Mehrschichtparkett von K Ä H R S ein so großer Erfolg. Die anisotropischen Eigenschaften des Holzes wirken den hygroskopischen einfach, aber genial entgegen.

 

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